5 Gründe, warum Frauen einen Job in der IT wählen sollten

Frauen in der IT 1

Wir wissen, dass Frauen programmieren können und es liegt uns am Herzen, diese für die IT-Branche zu begeistern. Mit 9 Vortragenden aus 3 europäischen Ländern beleuchtete unsere Veranstaltung zum Frauentag den Wert und die Bedeutung von Frauen in der IT. Wir haben die wichtigsten Statements für Sie zusammengefasst.

Frauen in der IT 1

Wenn wir die digitale Welt von heute betrachten, sehen wir eine Kombination aus erstaunlichen Fortschritten und längerfristigen Veränderungen. 

Einerseits schreitet die Digitalisierung überall in beeindruckendem Tempo voran, insbesondere seit dem Ausbruch der Pandemie. 

Auf der anderen Seite ist der Anteil der Frauen in technischen Ausbildungen und IT-Berufen noch immer geringer als jener der Männer. Obwohl es unumstritten ist, dass Frauen hervorragende Programmiererinnen sind, ist die Kluft zwischen den Geschlechtern noch immer sehr real.

Kürzlich haben wir uns mit einer Gruppe inspirierender Menschen zusammengesetzt, um Fakten, Top-Trends und ihre persönlichen Geschichten zu diskutieren:

  • Christine Antlanger-Winter, Country Director von Google Österreich
  • Tanja Sternbauer, Co-Founder & Head of Community the female factor in Österreich
  • Hauke Hinrichs, CEO von SMATRICS in Österreich
  • Claudia Tamasi, Country Managerin bei Codecool Rumänien
  • Lydia Jeschko, Business Development Managerin bei Codecool Austria
  • Iulia Iacob, Leiterin der Mentor*innen bei Codecool Rumänien
  • Dalma Csernok, Full-Stack Developer Studentin & CoderGirl bei Codecool Ungarn
  • Eva Szalai, ehemalige Codecool Studentin & Test Automation Engineer bei Capgemini

Moderiert wurde die Veranstaltung von Sigrid Hantusch-Taferner, Country Manager bei Codecool Austria.

1. Jeder kann Programmieren lernen

Dalma Csernok, derzeitige Full-Stack Developer Studentin & CoderGirl bei Codecool Ungarn erinnert sich an ihre ersten Programmier-Erfahrungen: “Nachdem ich die Universität abgeschlossen und Theaterwissenschaften studiert hatte, wusste ich nicht, was ich tun sollte, also begann ich als Rezeptionistin in einem Hotel zu arbeiten. Für eine kurze Zeit hat mir das ziemlich viel Spaß gemacht, aber ich verlor bald die Motivation und suchte nach neuen Herausforderungen. Einer meiner Kolleg*innen erwähnte eine Website, mit der ich grundlegende Programmierkenntnisse erlernen konnte. Nach ein paar Lektionen merkte ich, dass ich Codes schrieb, die funktionierten und es machte mir Spaß. Nach 2 oder 3 Monaten beschloss ich schließlich, meinen Berufsweg zu wechseln.”

Es scheint, dass Dalma mit ihren Unsicherheiten nicht allein ist. Wenn es um Technik geht, sind Frauen oft sehr unsicher, was ihre Fähigkeiten angeht. Und es scheint, dass diese Unsicherheiten meist aus Kindheitserfahrungen stammen.

Weibliche Bewerberinnen haben in der Regel mehr Fragen zu den grundlegenden Fähigkeiten, die für das Programmieren erforderlich sind, zu den Anforderungen der Schule und zum Arbeitsmarkt im Allgemeinen“. – bestätigt Lydia Jeschko, Business Development Manager bei Codecool Business Österreich. ” Studien zu geschlechtsspezifischen Unterschieden zeigen, dass bereits junge Mädchen ihre Kompetenzen in Bereichen wie Mathematik geringer einschätzen als Burschen. Ebenso haben Studien zur Selbstwirksamkeitstheorie gezeigt, dass Burschen ihre Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften besser einschätzen.

Hauke Hinrichs, Geschäftsführerin von SMATRICS, führt weiter aus: “Das Problem beginnt schon im Kindergarten, wo wir anfangen, Mädchen anders zu sozialisieren als Jungen und sie auf einen anderen Karriereweg vorbereiten. Ich würde mir wünschen, dass meine Tochter Ingenieurin oder Wissenschaftlerin wird. Wir sollten anfangen, Mädchen so zu behandeln, dass sie ihr volles Potenzial ausleben können, ohne jede Art von Diskriminierung oder Prädestination.”

Eva Szalai, Codecool-Absolventin, erwähnte die eine Fähigkeit, die man jedoch braucht, um im technischen Bereich erfolgreich zu sein. “Man benötigt abstraktes Denken, das ist ein Muss. Wenn man über diese Fähigkeit verfügt stehen einem alle Türen offen. Die Unternehmen sind über das Recruiting weiblicher Entwicklerinnen sehr froh.”

2. Deine bisherige Erfahrung geht nicht verloren

Claudia Tamasi, Country Manager bei Codecool Rumänien, erwähnte eine wichtige Erkenntnis. “Wenn eine Frau sich entscheidet, einen neuen Weg einzuschlagen, gibt es immer den Gedanken, dass sie wieder bei Null anfangen muss. Aber das ist nicht wahr. Wir hatten eine Studentin, die 10 Jahre im Back-Office einer Bank arbeitete. Sie war besorgt, dass auch sie bei Null anfangen müsste aber ihre Erfahrung wurde zu einem großen Vorteil. Sie entwickelt jetzt Bank Applikationen und nutzt dabei täglich ihre früheren Erfahrungen. Alles, was wir tun, bereichert unsere Persönlichkeit und unsere Fähigkeiten. Unsere Erfahrung geht nicht verloren, wir fügen ihr nur neue Dinge hinzu.”

Tanja Sternbauer, Co-Founder & Head of Community bei the female factor in Österreich, führte den Gedanken weiter. “Mit Coding erwirbst du neue Fähigkeiten und verfügst über eine ganz neue Kombination, die dir Türen öffnen wird. Außerdem musst du nicht jeden Tag 12 Stunden am Stück programmieren. Das Programmieren muss nicht einmal dein Hauptberuf sein, denn du wirst diese Fähigkeit in Zukunft wahrscheinlich für verschiedene Berufe brauchen. Wenn du programmieren kannst, wird dich in den nächsten Jahren nichts aufhalten, ganz gleich, welche Art von Job du wählst.

Eine andere Möglichkeit wäre, deinen früheren Job in eine Nebentätigkeit umzuwandeln und neben deinem neuen, flexiblen Job auszuüben.

Eva Szalai war Berufsmusikerin und Musiklehrerin bevor sie bei Codecool anfing. Heute ist sie Test Automation Engineer bei Capgemini in Ungarn, aber auch sie hat ihren früheren Beruf nicht aufgegeben. “Ich bin Pianistin und gebe immer noch Konzerte… Ich kann von zu Hause aus mit flexiblen Arbeitszeiten arbeiten, was eine große Hilfe ist. Manchmal habe ich mitten am Tag eine Probe, und das ist in Ordnung, ich kann das machen und trotzdem die Termine einhalten.”

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3. Gemischte Teams sind effektiver und machen mehr Spaß

Eva genießt die Arbeit in ihrem neuen Team bei Cap Gemini. “In meinem 8-köpfigen Team gibt es drei Frauen, das Geschlechterverhältnis ist also recht gut. Es herrscht gegenseitiger Respekt. Der Aufstieg ist wissensbasiert und messbar, was ein großer Vorteil im Vergleich zur Kunst ist. Wir können von einander lernen. Die produktivsten Teams sind bei Codecool auch die, die am vielfältigsten sind. Männer und Frauen in der Technik haben unterschiedliche Herangehensweisen und unterschiedliche Neigungen. Und Männer schätzen es, Frauen in ihrem Team zu haben, weil sie einen abwechslungsreichen Ansatz und neue Perspektiven haben.

Claudia Tamasi meinte dazu: “Wir sind von Natur aus unterschiedlich, aber wenn wir zusammenarbeiten, ergänzen wir uns gegenseitig.”

Hauke eröffnete das Thema Vielfalt und fuhr mit ihren Erkenntnissen fort. “Nicht nur geschlechtliche Vielfalt, sondern alle Arten sind in Teams wichtig, zum Beispiel religiöse, ethnische, sozio-ökonomische und auch altersmäßige Vielfalt.”

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4. Unternehmen brauchen dringend mehr IT-Fachkräfte

Zum Thema Karriereperspektiven für Frauen in der Tech-Branche führt Claudia Tamasi aus: “Wenn Frauen sich für einen Job in der IT entscheiden, können sie jeden Bereich verfolgen, den sie möchten, es gibt keine Barrieren mehr. Front-End, Back-End, Full-Stack-Entwicklung. Projektleitung. Es gibt eine neue Welt da draußen. Bei Codecool Rumänien gibt es auch junge Frauen und Mütter, die Programmieren lernen. Es wird erwartet, dass dieser Sektor in den nächsten zehn Jahren um etwa 20 % wachsen wird. Daher ist es lukrativ, jetzt einzusteigen, unabhängig von deinem Hintergrund oder deinem Geschlecht. Man muss nur den Mut haben, anzufangen.”

Hauke Hinrichs fügt hinzu, dass die Nachfrage nach weiblichen Entwicklerinnen heute sehr hoch ist: “Wir suchen in diesem Jahr 20 neue MitarbeiterInnen für unsere IT-Abteilung. Der Fachkräftemangel ist eine große Herausforderung, und viele Unternehmen kämpfen um die besten Talente – vor allem um junge, talentierte Frauen.

Unseren Referentinnen zufolge ist es wichtig, Frauen dort zu haben, wo Produkte geboren werden und beide Geschlechter in Unternehmensentscheidungen einzubeziehen.

“50 % der Weltbevölkerung ist weiblich. Wenn man Frauen bedienen möchte, müssen auch Frauen im Management vorhanden sein, um Geschäftsentscheidungen zu treffen”. – sagt Tanja Sternbauer. – “Das Unternehmen wird auch finanziell besser abschneiden. Ich wundere mich, dass dieser Aspekt manchmal immer noch übersehen wird.”

Um Großes zu schaffen, braucht man diverse Fähigkeiten. Die Mischung von Stimmen, Ideen, Kulturen und Fähigkeiten führt zu besseren Diskussionen, besseren Entscheidungen und besseren Ergebnissen für alle. Teams arbeiten und leisten mehr, wenn sie geschlechtsspezifisch gemischt sind”. – sagt Christine Antlanger-Winter, Country Director von Google Austria.

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5. Ein IT-Job könnte dein Traumberuf sein

Manche Frauen verpassen ihren Traumjob nur aufgrund von Vorurteilen oder mangelnder Unterstützung.

“Frauen neigen dazu, andere Seiten des Programmiererberufs zu schätzen, wie zum Beispiel die Unabhängigkeit und Freiheit, die ein solcher Job bietet, im Gegensatz zum hohen Gehalt.” – sagt Lydia Jeschko, Business Development Manager bei Codecool Austria.

Die Arbeit in der IT-Branche ist schnelllebig und einige der bestbezahlten Berufe sind hier zu finden, daher ist der Einstieg sehr lukrativ. Und es gibt die Möglichkeit, in diesen Berufen wirklich etwas zu bewirken; man kann in Positionen aufsteigen, die einen Zweck erfüllen. Vor allem Frauen in der IT-Branche schätzen diesen Aspekt sehr.

“Frauen sind nicht von Status oder einem schicken Büro getrieben. Sie sind eher daran interessiert, einen Zweck zu erfüllen und etwas zu bewirken. Sie wollen einen Beitrag zur Gesellschaft leisten und etwas zurückgeben. Was kann ich hier bewirken und wie kann ich dazu beitragen? Das sind die Fragen, die sich Frauen oft stellen, wenn sie über einen Job nachdenken”. – sagt Tanja Sternbauer.

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Wie man in der IT-Welt startet

Ein Neuanfang in der IT-Branche ist nicht einfach, aber unsere Vortragenden hatten tolle Erkenntnisse für alle jungen Frauen, die eine IT-Karriere in Betracht ziehen. Der wichtigste Faktor ist laut den Podiumsteilnehmerinnen Selbstvertrauen.

“Sei selbstbewusst und schicke einfach eine Bewerbung raus. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass man nicht bereit dafür ist und daraus lernt. Aber sei zuversichtlich und probiere es aus. Bewirb dich, besuche eine Programmierschule wie Codecool und starte eine tolle Karriere”. – sagt Hauke.

“Um dein Wissen zu erweitern, musst du aus deiner Komfortzone ausbrechen. Ich habe später gelernt, dass es dir nicht hilft, in dieser Zone zu bleiben. Daher mach die Dinge nicht zu kompliziert und versuche, deine Unsicherheiten hinter dir zu lassen”, fügt Dalma Csernok hinzu.

Der zweitwichtigste Faktor ist, eine*n Mentor*in zu haben, auf den/die  man sich verlassen kann.

“Leider hatte ich keine*n Mentor*in, als ich anfing. Genau aus diesem Grund wollte ich eine für andere werden. Ich wollte mein Wissen und meine Erfahrung weitergeben, um es anderen leichter zu machen, als es für mich war”. – sagt Iulia Iacob, Leiterin der Mentor*innen bei Codecool Rumänien. – Mein Rat an Frauen, die eine Stelle im IT-Bereich anstreben, ist, selbstbewusst zu sein, sich selbst zu kennen und eine*n Mentor*in zu finden, der/die dich unterstützt. Sie können wertvolle Erfahrungen und Einsichten über das Navigieren in der IT-Branche weitergeben.”

Nicht zuletzt ist es für den Erfolg von Frauen in der Technologiebranche entscheidend, neugierig und offen für Neues zu bleiben.

“Sei offen für alles. Wenn man viel lernt, kann man verschiedene Lösungen für ein und dasselbe Problem finden. Es gab eine Frau, die sich oft gegen alternative Lösungen sträubte und wurde daher einige Monate später als erwartet eingestellt. Man muss Fragen stellen, denn es ist in Ordnung, wenn man nicht gleich alles weiß. Der größte Unterschied zwischen älteren und jüngeren Kolleg*innen besteht oft darin, dass die Älteren bereits wissen, dass sie keine Antwort haben. Sie sind immer auf der Suche nach den Antworten”, sagt Eva.

Codecool berufsbegleitend

Warum Codecool?

Unsere Referentinnen haben darüber gesprochen, was Codecool auszeichnet und warum es sich lohnt, im Full-Stack-Development-Kurs von Codecool programmieren zu lernen. Eva erwähnt die Länge des Full-Stack Development Kurses:

“Was Codecool für mich auszeichnet ist die Dauer. Einige andere Schulen sind zu intensiv, schnell und stark auf ein paar Monate komprimiert. Als aktive Musikerin hätte ich diese Art von Kurs nicht machen können.”

Bei einer so idealen Dauer wird bei Codecool eine breite Palette an Wissen vermittelt, nicht nur Frontend oder Backend.

“Es gibt einem mehr Selbstvertrauen für die Vorstellungsgespräche und mehr Möglichkeiten danach, da man ein komplettes Set an Fähigkeiten erhält. Ich hätte mich auch für Testautomatisierung, Java-Entwicklung oder sogar Frontend-Jobs bewerben können.” – fügt Eva hinzu.

Auch die Flipped-Classroom-Methode hat nach Ansicht von Dalma und Eva einen großen Mehrwert gebracht: “Es hat mir wirklich Spaß gemacht, und es macht absolut Sinn, da ich früher Lehrerin war. Als erstes bekommt man eine Aufgabe und dann bekommt man die Hintergrundmaterialien, die man studieren kann. Aber es ist nicht in Stein gemeißelt, wie man eine Aufgabe zu lösen hat. Wenn du die Lösung auf eine andere Art und Weise finden kannst, dann bist du fertig. Bei Codecool gibt es nie eine Universallösung für ein Problem.”

Claudia fügt diesbezüglich hinzu: “Wir bringen unseren Student*innen praktisch bei, wie man lernt, denn Developer zu sein bedeutet, sich in einem lebenslangen Lernprozess zu befinden. Auch die Qualität ist uns wichtig. Unsere Arbeit ist erst getan, wenn wir einen Job gefunden haben, der dir gefällt. Außerdem kannst du uns in den ersten 10 Wochen kostenlos testen.”


Suchen Sie nach der nächsten Verstärkung für Ihr Developerteam?

Es ist nie zu spät, talentierte Entwicklerinnen in dein Team aufzunehmen. Wenn du möchtest, dass Codecool dir dabei hilft, die nächste Entwicklerin zu finden, die sofort in deinem IT-Team arbeiten kann, nimm Kontakt auf!

Wir freuen uns darauf, Sie beim Aufbau eines vielfältigeren Teams zu unterstützen!

Vorteile eines Growth Mindsets in der Ausbildung von Developern

Ein Growth Mindset kann über den Erfolg der Ausbildung von Entwickler*innen entscheiden. Deshalb haben wir dieses Konzept zu einem zentralen Element unserer Lehrmethode gemacht. Informieren Sie sich über die Vorteile eines Growth Mindset und erfahren Sie, wie es bei Codecool in der Praxis funktioniert.

growth mindset sticky note

Codecooler werden in unseren Full-Stack-Development-Kursen zu kompetenten und motivierten Junior-Entwickler*innen. Sie sind in der Lage, sich am Arbeitsplatz schnell neues Wissen anzueignen und verfügen über alle relevanten Hard- und Soft Skills, die sie zu den Besten auf dem Markt machen.

Aber wie erreichen sie das in nur zehn Monaten? Eine wichtige Komponente ist das Growth Mindset – diese “Fähigkeit” treibt ihren Fortschritt hinter den Kulissen an und hilft ihnen, sich in einer Weise weiterzuentwickeln und zu wachsen, die sie nie für möglich gehalten hätten. Erfahren Sie nun mehr über das Growth Mindset.

Was ist das Konzept von Growth Mindset?

Das Growth Mindset beschreibt eine Denkweise, wie man mit Herausforderungen und Fehlern umgeht.

Wenn Sie über ein Growth Mindset verfügen, wissen Sie, dass ein Rückschlag nicht bedeutet, dass Sie ihn immer wieder erleiden müssen. Das ist nur der natürliche Weg des Fortschritts und Sie sind sich darüber bewusst, dass Ihre Fähigkeiten nicht in Stein gemeißelt sind.

Das wissen wir seit dem TED-Talk von Carol Dweck aus dem Jahr 2014.

Just because some people can do something with little to no training, it doesn’t mean that others can’t do it (and sometimes do it even better) with training.

growth mindset drawing

Die Bedeutung von Growth Mindset in der Bildung

Ein Fixed oder Growth Mindset kann über den Erfolg einer Ausbildung entscheiden.

Aber warum?

Weil ein Growth Mindset während der Ausbildung dazu führt, dass die Student*innen verstehen, dass ihr Potenzial von ihrer Arbeit abhängt. Es liegt nicht an einem Talent, mit dem sie geboren wurden, oder an anderen äußeren Faktoren. Sobald sie dies glauben, beginnen die Studierenden zu gedeihen und Fortschritte zu machen, wie sie es nie für möglich gehalten hätten.

Carol Dweck hat diese Theorie 30 Jahre lang erforscht. Ihren Forschungen zufolge neigen Kinder dazu, ein angeborenes Growth Mindset in Bezug auf ihr Potenzial zu haben. Erwachsene hingegen sind in Bezug auf ihre eigenen Fähigkeiten und die der anderen in vielen Bereichen bereits auf eine fixe Denkweise konditioniert, was ihre Fähigkeit zum Fortschritt einschränkt.

Was ist ein Fixed Mindset?

Wir alle haben eine fixe Einstellung zu bestimmten Dingen, vor allem zu unseren eigenen Fähigkeiten.

Wir neigen zu der Annahme, dass unsere Fähigkeiten auf Talent beruhen und durch die Umstände geprägt sind. Darüber hinaus, dass unser Verständnis oder unser Können nicht wirklich verbessert werden können. Dies kann jedoch den Fortschritt in vielen Bereichen des Lebens einschränken.

Das Schreiben von Code ist ein perfektes Beispiel dafür. Die meisten Menschen glauben, dass sie nicht programmieren können, weil sie nicht gut in Mathematik sind oder weil sie nicht von Natur aus technisch veranlagt sind. Sie sehen nicht, wie sie mit der richtigen Einstellung und der richtigen Methodik ihr Verständnis verbessern können.

growth mindset hand watering plant

Die Bedeutung eines Growth Mindset für Unternehmen

Die immer größer werdende IT-Talentlücke bremst die Digitalisierung und viele Unternehmen aus. Es besteht also ein weltweiter Bedarf an der Ausbildung neuer technischer Fachkräfte und an der Umschulung von Mitarbeiter*innen. Doch in vielen Unternehmen gibt es noch immer eine massive Mauer zwischen Developern und Nicht-Developern. Es scheint jedoch keinen konkreten Plan zu geben, wie man diese Mauer überwinden kann.

Wir bei Codecool sind der Meinung, dass technische Ausbildung am besten durch die Pflege von Growth Mindset und das Feiern anfänglicher Fehler erfolgt. Menschen machen manchmal Fehler, wenn sie sich anstrengen und es wagen, aus ihrer Komfortzone herauszutreten. Aber gerade dann sammeln sie wertvolle Erfahrungen und machen Fortschritte, also sollte man davor keine Angst haben.

Wir bauen auf ein Growth Mindset, damit die Talentlücke der Vergangenheit angehört und die Digitalisierung möglich wird. Aber wie sieht Growth Mindset bei Codecool in der Praxis aus?

Lassen Sie es uns gemeinsam herausfinden!

Growth Mindset bei Codecool

Unser Geschäftsmodell basiert auf einer wachstumsorientierten Denkweise und es hat sich als erfolgreich erwiesen. Wir brechen die Mauern zwischen technischen und nicht-technischen Talenten und helfen Menschen, auch ohne Tech-Hintergrund, die besten Nachwuchskräfte auf dem Markt zu werden.

1. Wir konzentrieren uns auf den Anfang

Während des Bewerbungsprozesses schauen wir nicht auf Abschlüsse, technische Erfahrungen oder Erfolge, sondern auf die Ziele, den Antrieb und besondere Aspekte des persönlichen Profils unserer Bewerber*innen. Wir prüfen ihr logisches Denken und ihre Englischkenntnisse, jedoch keine weiteren Hard Skills. Unsere Fallstudien belegen, dass bestimmte Soft Skills ein besseres Indiz für den zukünftigen Erfolg unserer Student*innen sind.

2. Sie verstehen das große Ganze auf Anhieb

Anstatt unser Wissen für uns zu behalten, weihen wir unsere Student*innen in das Gesamtbild hinter unserem Ansatz ein. In den ersten Tagen stellen wir ihnen die Theorie des Growth Mindset vor, teilen unseren Umsetzungsplan mit ihnen und zeigen ihnen ihren Platz im Gesamtkonzept hin. Sie verstehen, dass es ihr eigener Weg ist, ein technisches Talent zu werden, und dass sie die treibende Kraft hinter dieser Entscheidung sind. Wenn sie sich anstrengen, werden sie erfolgreich sein.

3. Wir setzen unsere Handschrift auf ihren Erfolg

Unsere Methode ist effektiv und unser Glaube an den Erfolg unserer Studierenden ist felsenfest. So fest, dass wir vertraglich verpflichtet sind, sie einzustellen, wenn sie unsere Jobgarantie annehmen. Gelingt uns das nicht innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss unseres 10-monatigen Full-Stack-Development-Kurses, gehen die Studiengebühren zu unseren Lasten. Bislang haben 98 % unserer Absolvent*innen mit unserer Hilfe einen Job gefunden und 100 % arbeiten nach unserem Kurs in neuen technischen Berufen.

4. Sie arbeiten in agilen Teams in einer Arbeitsplatzsimulation

Die Codecooler arbeiten während des Kurses sowohl individuell als auch in agilen Projektgruppen. Sie sammeln Erfahrungen mit der agilen Arbeitsweise und lernen eine Menge voneinander. Auf diese Weise entwickeln sie eine Menge neuer Fähigkeiten. Ganz zu schweigen davon, dass sie großartige Teamplayer*innen mit soliden Soft Skills werden.

5. Wir fördern eine Kultur des Scheiterns

Wir ermutigen unsere Student*innen, neue Dinge zu versuchen und dabei Scheitern zuzulassen. Auf diese Weise lernen sie, alternative Lösungsansätze für Probleme zu finden und eine analytische Einstellung zu entwickeln. Darüber hinaus lernen sie zu verstehen, dass Scheitern unvermeidlich ist und sie sich danach mental sammeln müssen, um wieder durchzustarten um später am Arbeitsplatz weniger zu versagen.

6. Sie erhalten anspruchsvolle, aber erreichbare Ziele

Die Aufgaben, die unsere Student*innen erhalten, werden sorgfältig entwickelt, um dem aktuellen Stand ihrer Fähigkeiten und ihres Selbstvertrauens während des Kurses zu entsprechen. Mentor*innen und Gleichaltrige stehen ihnen zur Seite, zudem werden Ressourcen bereitgestellt. Wir stellen jedoch sicher, dass wir keine endgültigen Antworten geben, sondern die Studierenden stattdessen ermutigen, ihre eigenen Lösungen für die Herausforderungen zu finden.

7. Sie betrachten die Testergebnisse als Momentaufnahme, nicht als Urteil

Eine häufige Bewertung der Fortschritte hilft unseren Student*innen zu erkennen, wo sie in einem Prozess stehen und woran sie noch arbeiten müssen. Wir versuchen sicherzustellen, dass die Ergebnisse von Tests und Prüfungen nicht als Urteil verstanden werden. Stattdessen helfen wir ihnen zu verstehen, wo sie im Prozess stehen und bemühen uns, ihre Motivation aufrechtzuerhalten.

Das Ergebnis von Growth Mindset in der Ausbildung

Was ist das Ergebnis all der oben genannten Elemente?

Nun, Codecooler …

… werden zu großartigen Teamplayer*innen. Sie sind gute Kommunikator*innen und können ihre Verantwortlichkeiten und Erfolge mit ihren Kolleg*innen teilen. Sie übernehmen Verantwortung für Herausforderungen und unterstützen die Entwicklung anderer.

… können Dinge durchsetzen. Sie sind in der Lage, Herausforderungen schnell und effizient zu lösen und können verschiedene Optionen ausprobieren, bis sie erfolgreich sind.

… lernen schnell. Sie wissen, wie sich harte Arbeit direkt auf ihre eigene Entwicklung auswirkt, können sich neues Wissen schnell aneignen und legen die Messlatte für sich selbst gerne höher.


Suchen Sie nach talentierten Developern?

Wenn Sie auf der Suche nach Ihrem nächsten Junior-Developer sind, sollten Sie eine Partnerschaft mit Codecool in Betracht ziehen. Wir verfügen über ein aktives Netzwerk von hochqualifizierten Entwickler*innen und flexible Rekrutierungsprozesse, die Ihnen schnellen Zugang zu den besten Talenten bieten.

Wachsen Ihre Teams? Wir können Ihnen helfen, Ihren nächsten Junior zu finden, der innerhalb weniger Tage nach Ihrer Kontaktaufnahme in Ihrem Team sein könnte.

Sie wollen Ihre besten Kolleg*innen nicht gehen lassen? Wir bieten auch Up-Skilling- oder Re-Skilling-Dienste an. Wir freuen uns, unsere flexiblen Schulungsprogramme genau auf Ihre Bedürfnisse zuzuschneiden und sie zu Ihren wertvollsten und qualifiziertesten digitalen Ressourcen zu machen.

Falls Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns! Sie können auch jeden Freitag einen unserer Demo-Tage besuchen, online oder persönlich, um sich von den Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Student*innen zu überzeugen.

Wir freuen uns darauf, bald von Ihnen zu hören!

Recap 2021: Beste IT-Ausbildung und doppelt so viele Studierende

Wie konnte Codecool sein steiles Wachstum im Jahr 2021 fortsetzen? Was ist für das Jahr 2022 geplant? Jozsef Boda, CEO von Codecool, verrät die Details.

Wenn man einen Moment darüber nachdenkt, wie wir uns das Jahr 2021 im Jahr 2020 vorgestellt haben … Nun, die Dinge haben sich nicht ganz so entwickelt, wie wir damals erwartet haben, oder?

Damals dachten wir, dass die Pandemie Ende 2021 längst vorbei sein würde. Nach dem ersten und dann mehreren weiteren Schocks, nach der ersten und der zweiten Welle, dachten wir, dank Impfstoffe zu einer Art neuer “Normalität” zurückkehren zu können bzw. einem stabileren Zustand. Nun, ganz so ist es nicht gekommen.

Aufgrund der Wellen 3 und 4 im Jahr 2021 wechselten wir in Ungarn mehrmals von Campus- zu Online-Unterricht. In Rumänien fand der Unterricht mit minimalen Unterbrechungen online statt. In Österreich mussten wir kurz nach der Eröffnung unserer Schule und dem Start unserer ersten Codecooler-Gruppe im November aufgrund von Beschränkungen auf Online-Unterricht umstellen.

Aber es gab einen großen Unterschied zu 2020: So unerwartet diese plötzlichen Veränderungen auch waren, wir waren bereits darauf vorbereitet. Auch im Jahr 2020 haben wir unerwartete Herausforderungen erfolgreich gemeistert, aber 2021 wurden wir nicht einmal überrascht. Und wir haben es geschafft, sie noch effizienter zu unserem Vorteil zu nutzen – zum Beispiel mit der weiteren Verbesserung der Online-Version unseres Flagship-Kurses für Full-Stack-Developer, mit der wir viel mehr angehende Student*innen erreichen als mit der Offline-Version, die nur für diejenigen verfügbar ist, die in der Nähe unserer Schulen wohnen. Wer hätte gedacht, dass wir 2019 oder gar 2020 so weit sein würden? Wir ganz sicher nicht.

Wir hätten nie gedacht, dass wir neue Kolleg*innen vollständig online einstellen würden, ganz zu schweigen von den Führungskräften aber auch das haben wir problemlos gelöst. Natürlich wurden die meisten unserer Absolvent*innen auch von unseren Partnerunternehmen in einem vollständig online durchgeführten Prozess eingestellt. Wir sind gemeinsam an den neuen Herausforderungen gewachsen.

In der Zwischenzeit haben wir nicht einmal bemerkt, dass wir in die “neue Normalität” eingetreten sind, auf die wir gewartet haben – wahrscheinlich, weil sie etwas anders aussah, als wir erwartet hatten. Schon im Jahr 2020 war klar, dass die Dinge nie wieder so sein werden wie vorher aber wir waren uns nicht sicher, wie dies am Ende aussehen würden. Heute zeichnet sich eines als Hauptmerkmal unserer neuen Welt nach dem Ausbruch ab: ständige, bedeutende Veränderungen. Klar ist auch, dass diejenigen erfolgreich sein werden, die beweglich genug sind, um sich anzupassen und auf Veränderungen zu bauen. Man kann es sich einfach nicht leisten, darauf zu warten, dass sich die Dinge stabilisieren. Das ist Zeitverschwendung, eine Verliererstrategie.

Wir haben das Glück und sind stolz darauf, auch im Jahr 2021 so viel erreicht zu haben. Ich möchte hier ein paar Dinge erwähnen:

  • Wir haben unseren 2000sten Codecooler an eine unserer Partnerunternehmen vermittelt. Unsere ersten Student*innen haben vor 6 Jahren ihren Abschluss gemacht. Wir sind so glücklich, dass 80 % von ihnen immer noch bei ihrem ersten Arbeitgeber tätig sind, den wir für sie gefunden haben. Das ist eine echte Bestätigung für unseren gemeinsamen Erfolg.
  • Wir haben unser allererstes Stipendienprogramm ins Leben gerufen, das CoderGirl-Stipendium. Gemeinsam mit unseren Unternehmenspartnern wollen wir noch viel mehr Frauen einladen und motivieren, eine technische Karriere zu beginnen. Die talentiertesten und motiviertesten Mädchen und Frauen, die sich bei Codecool bewerben, können nun die Chance bekommen, völlig kostenlos bei uns zu studieren.
  • Wir haben unsere allererste Schule in Westeuropa, in Österreich, eröffnet. Zusammen mit Ungarn, Polen und Rumänien sind wir nun bereits in 4 Ländern vertreten. Ein weiterer Schritt auf dem Weg, in 1 oder 2 Jahren ein führendes IT-Bildungsinstitut in Mitteleuropa und später in der gesamten Region zu werden.
  • Wir haben neue offene Kurse gestartet. Der einwöchige “Intro to IT”-Kurs wurde zuerst in Wien eingeführt, während der sechsmonatige Cyber Security Specialist Kurs in Budapest angeboten wird. Wir haben die vollständige Online-Version unseres Full-Stack-Developer-Kurses in allen Codecool-Ländern eingeführt und haben mehr als 300 ungarische Studierende mit unseren Kurzkursen, die vollständig von der lokalen Regierung finanziert werden, zu neuen, zukunftssicheren Tech-Karrieren verholfen.
  • Wir haben unsere Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote für Unternehmen weiterentwickelt und bei einigen unserer Partnerunternehmen umfassende, maßgeschneiderte digitale Akademien eingeführt.
  • Aus dem Zusammenhang gerissene Zahlen können nur einen Teil der ganzen Geschichte erzählen. Die Tatsache, dass es uns gelungen ist, unseren Umsatz im Jahr 2021 um 40 % gegenüber dem Vorjahr zu steigern, könnte jedoch etwas bedeuten. Es bedeutet auf jeden Fall, dass wir ein stabiler Partner für unsere Student*innen sind, die sich für uns entscheiden, um ihnen beim Berufseinstieg zu helfen und auch für unsere Unternehmenspartner, die auf uns zählen, um die digitalen Kompetenzen ihrer Organisation kurz- und langfristig zu verbessern.

Wir stellen fest, dass sich die digitale Transformation in den Unternehmen beschleunigt und zwar in Abteilungen und Funktionen, die bisher nur nicht-technische, geschäftsspezifische Kompetenzen erforderten. Es werden immer mehr Kapazitäten und Fähigkeiten in der IT sowie in neu entstehenden, geschäftsseitigen digitalen Rollen benötigt und wir können die Marktnachfrage aufgrund der begrenzten Anzahl unserer Absolvent*innen nicht einmal annähernd befriedigen. Wir haben es geschafft, im letzten Jahr jede* einzelne*n Codecool-Absolvent*in zu vermitteln, der sich für unsere Jobgarantie entschieden hat, und gleichzeitig mehr vollständig maßgeschneiderte Unternehmenstrainingsprogramme als je zuvor zu entwickeln und durchzuführen.

Wir möchten, dass im Jahr 2022 doppelt so viele Studierende bei uns ein Studium beginnen wie im Jahr 2021. Aber wir gehen keine Kompromisse bei der Qualität ein, sondern werden unsere Kurse und Dienstleistungen weiter verbessern, genau wie wir selbst.

Unser Full-Stack Development Kurs ist mehr als ein Bootcamp und besser als eine Universität. Ein einjähriger, umfassender Programmierkurs mit Jobgarantie und Nachzahlungsoptionen, der nicht nur ein breites und tiefes Wissen über Softwareentwicklung vermittelt, sondern auch einen echten Job bei einem unserer Unternehmenspartner. Dieses Angebot möchten wir im Jahr 2022 noch mehr ambitionierten und engagierten Quereinsteiger*innen machen, deshalb erweitern wir unsere Jobgarantie auf die Online-Version unseres Full-Stack Development Kurses in jedem Codecool-Land.

Wir können nur dann effizient und authentisch zugleich sein in dem, was wir tun, wenn wir selbst effizient und authentisch sind. Wenn alle unsere Kolleg*innen wirklich an die Mission, die Werte und die Methodik von Codecool glauben, und wenn sie diese auch vertreten und mit anderen teilen können. Der Weg dorthin war vor 6 Jahren anders, als wir ein junges, vielversprechendes Start-up-Unternehmen waren und er ist heute anders, da wir ein reifes, international präsentes und weiterhin dynamisch wachsendes Scale-up-Unternehmen sind.

Um unsere Flexibilität und Innovationskraft trotz des plötzlichen Wachstums unserer eigenen Organisation zu erhöhen, haben wir ein umfassendes Entwicklungsprogramm für das mittlere Management gestartet. Und um mit der Nachfrage nach unseren Unternehmensdienstleistungen Schritt zu halten, wird ab 2022 ein eigenes professionelles Team für die Entwicklung und Durchführung unserer Unternehmensschulungsprogramme und internen Akademielösungen verantwortlich sein.

Und da ich nun unsere Organisation und meine Kolleg*innen erwähnt habe, möchte ich mich bei ihnen für ihre wertvolle Arbeit im Jahr 2021 bedanken. Denn die Sache ist die, dass es nicht darum ging, Glück zu haben. Was immer wir als Codecool erreicht haben, ist das Ergebnis ihrer harten Arbeit. Jede*r einzeln*e meiner Codecool-Kolleg*innen hat mit  Enthusiasmus, Beharrlichkeit und ihren Fähigkeiten zu unseren Erfolgen beigetragen und ich persönlich bin sehr dankbar, dass ich die Chance habe, jeden Tag mit ihnen an gemeinsamen Zielen zu arbeiten.

Abschließend muss ich sagen, dass nach 2020 auch das Jahr 2021 ein Jahr voller Herausforderungen war. Die Erfolge, die wir erzielt haben, waren nicht einfach zu erreichen. Wir haben gemeinsam sehr hart dafür gearbeitet. Ich gebe zu, dass ich am Ende des Jahres ziemlich müde war. Ich brauchte die Feiertage, um meine Batterien wieder aufzuladen.

Aber ich beginne das neue Jahr voller neuer Energie und Motivation und ich hoffe, dir geht es genauso. Ich vertraue darauf, dass wir 2022 ein ebenso spannendes und fruchtbares Jahr haben werden wie 2021.

Ich wünsche allen ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr und, dass wir gemeinsam noch mehr Träume wahr werden lassen, indem wir noch mehr erfolgreichen, zukunftssicheren Tech-Karrieren zum Start verhelfen.

Scrum in Programmiertrainings – Tipps und Vorteile

Unternehmen setzen auf Agilität, um qualitativ bessere Produkte, zufriedenere Kunden und produktivere Teams zu erreichen. Aber auch im Lernprozess sind Agilität und Frameworks wie Scrum von großem Vorteil. Wir nehmen dich mit hinter die Kulissen und zeigen dir, wie wir Scrum in unsere Lehrmethode implementieren und warum das gut für dich ist.

Die agile Arbeitsweise ist nicht nur ein Modewort in der Welt der IT.

Heute setzen mehr als 70 % der Unternehmen weltweit agile Methoden in der IT oder für ihre Geschäftsprozesse ein. Die IT war zwar der erste Bereich, der agile Werte in der Softwareentwicklung einführte, dann erkannten allerdings die Unternehmen die Vorteile und begannen, im Rahmen groß angelegter agiler Transformationen ihre gesamte Organisation nach agilen Grundsätzen zu überdenken.

In der Softwareentwicklung haben sich die meisten Unternehmen dem Scrum-Framework verschrieben, um die zentralen agilen Werte umzusetzen. Scrum kann auch im Lernprozess eine nützliche Ergänzung sein und wir haben beschlossen, es zu einem festen Bestandteil unserer Lehrmethode zu machen.

Aber was macht agile Methoden so effektiv? Und warum ist es vorteilhaft, diese für den Programmierunterricht zu verwenden?
Zunächst wollen wir uns ansehen, was es wirklich bedeutet, den agilen Weg zu gehen.

Eine kurze Zusammenfassung über agile Methoden

Agile Methoden basieren auf selbstorganisierenden, funktionsübergreifenden Teams und ist eine reaktionsfreudigere, flexiblere Art, dein Unternehmen zu organisieren.

Die 4 grundlegenden agilen Werte sind:

  • Individuen und Interaktionen über Prozesse und Werkzeuge
  • Funktionierende Software statt umfassender Dokumentation
  • Zusammenarbeit mit dem Kund*innen statt Vertragsverhandlungen
  • Reagieren auf Veränderungen statt Befolgen eines Plans

Agile Methoden stellen das menschliche Element in den Vordergrund und die Zufriedenheit deiner Kund*innen über alles. Wir müssen uns nur die Zahlen ansehen, um zu merken, dass es wirklich funktioniert. Von den 70 % der Unternehmen, die agile Methoden eingeführt haben, gaben 98 % an, dass es ihnen geholfen hat, ihre zuvor festgelegten Geschäftsziele zu erreichen.

Und warum? Weil agile Frameworks deinem Team helfen kann, bessere Produkte zu entwickeln, indem sie Spezifikationen und Entwürfe rechtzeitig ändern. Sie können aktuelle Rückmeldungen von Kund*innen einholen und Teile des Produkts im Laufe des Prozesses testen. Fehler oder Änderungen der geschäftlichen Anforderungen können friedlich mit den ursprünglichen Plänen koexistieren und alles kann rechtzeitig erledigt werden.
Diese Gesamtphilosophie führt zu produktiveren Teams, hochwertigeren Produkten und zufriedenen Kund*innen.

Transformiere dein Unternehmen mit der Kraft der Agilität

Agilität ist schon lange kein Geheimtipp mehr in der IT-Branche. Unabhängig von deinem Unternehmensprofil kannst du eine agile Transformation einleiten, damit dein Unternehmen besser und schneller auf Veränderungen reagieren kann.

Agil zu werden, nur wegen der Sache selbst, ist keineswegs eine garantierte Lösung für alle Probleme. Aber es könnte eine kollaborativere Arbeitsweise innerhalb deiner Organisation ermöglichen. So könnten beispielsweise deine IT-, Personal- und Vertriebsabteilungen enger zusammenarbeiten, um Probleme zu lösen und hervorragende Produkte zu liefern.

Um agil zu werden, könntest du:

  • einen Teil deines Unternehmens mit agilen Methoden umgestalten und eine unterstützende, traditionellere Unternehmensstruktur darum herum aufbauen oder
  • die agilen Werte auf dein gesamtes Unternehmen und die verschiedenen Abteilungen anwenden.

Um mit der Umstellung zu beginnen, solltest du eine detaillierte Bewertung deines Unternehmens vornehmen.

Agiles Vorgehen auch in Programmiertrainings

Um agile Werte in der Softwareentwicklung zu implementieren, gibt es viele verschiedene Frameworks, die du verwenden kannst. Das bekannteste und am weitesten verbreitete ist sicherlich Scrum. Um Scrum effektiv in der IT zu implementieren, brauchst du ein Team von Entwickler*innen, die sich über agile Werte, Scrum-Rollen und Zeremonien im Klaren sind.

Und genau aus diesem Grund haben wir Scrum auch zu einem integralen Bestandteil der Codecool-Lernmethode gemacht. So stellen wir sicher, dass unsere Nachwuchskräfte gut auf die Einzel- und Teamarbeit in jedem Scrum-Projekt sowie auf das kontinuierliche Lernen in ihrer zukünftigen Karriere vorbereitet sind.

Die Codecooler*innen lernen und arbeiten vom ersten Tag an mit Scrum: Sie führen die Sprintplanung durch, übernehmen während der Sprints die Rolle des Scrum Masters und arbeiten sogar mit Product Ownern (gespielt von unseren Mentor*innen) und echten Kund*innen (Vertreter*innen unserer Partnerunternehmen) zusammen.

Durch lebensnahe Projekte und von der Realität inspirierte Anwendergeschichten lernen sie auch wertvolle Soft Skills wie Teamarbeit, Zeitmanagement, effektive Präsentation, Konfliktlösung und selbstbewusste Kommunikation. Sie geben und erhalten kontinuierlich konstruktives Feedback und lernen, was es heißt, selbstständig zu lernen.

Aber sehen wir uns doch einmal im Detail an, wie wir das alles machen.

Scrum in Aktion bei Codecool

Bei Codecool verwenden wir die folgenden Elemente der Scrum-Methodik in unserer flagship Full-Stack Development-Ausbildung:

  • die Rollen des Scrum Master und des Product Owner,
  • Sprints (mit Zeremonien, wie Planung, Standups, Reviews, Retros, Demos),
  • das Sprint Backlog und das Product Backlog.

Schauen wir uns an, wie wir diese in unsere Lernmethodik einbauen, um die besten Ergebnisse zu erzielen!

 

Scrum-Master

Dieser Titel steht für die Person, die dem Team Scrum vermittelt. Ein Scrum Master ist den Werten und Prinzipien von Scrum verpflichtet und sorgt dafür, dass der Rahmen eingehalten wird.

Bei Codecool wählen die Studierenden bei der Planung ihrer Aufgaben und Prioritäten für den nächsten Sprint einen Scrum Master aus ihrer Mitte. Diese Rolle rotiert, so dass sich jede*r in dieser Rolle ausprobieren kann.

Die Aufgabe des Scrum Masters ist es, den Fortschritt des Teams zu verwalten und mit dem Product Owner in Kontakt zu bleiben. Wenn Fragen auftauchen oder unerwartete Schwierigkeiten auftreten, treibt der Scrum Master die Dinge voran. Scrum Master in Codecool-Teams entwickeln auch selbst Hands-on.

 

Product Owner

Der Product Owner ist der wichtigste Stakeholder des Projekts, der eine klare Vorstellung davon hat, wo das Team am Ende des Projekts ankommen soll. Sie sind diejenigen, die mit den anderen Beteiligten kommunizieren und den Markt, die Kund*innen und das Geschäft verstehen.

Bei Codecool fungieren die Mentor*innen als Product Owner und erstellen und pflegen in der Regel das Product Backlog.

 

Sprints

Ein Sprint ist ein zeitlich begrenzter Zeitraum, in dem ein Scrum-Team eine bestimmte Menge an Arbeit erledigen soll.

Genau wie professionelle Entwicklungsteams arbeiten unsere Studierenden in ein- oder zweiwöchigen Sprints an ihren Projekten.

In den Wochen, in denen sie sich selbst unterrichten, vertiefen sie ihr Wissen selbständig mit der Unterstützung von Mentor*innen. Dieser Aufbau unterstützt unsere Mastery-based Lernmethode, da sie das individuelle Lernen verbessert und lehrt, Verantwortung zu übernehmen.

In den abwechselnden Teamwork-Wochen arbeiten die Studierenden in Scrum-Teams, um den Anforderungen eines Arbeitsplatzes näher zu kommen. Dann agieren sie tatsächlich wie ein Softwareentwicklungsteam in einer Scrum-Umgebung.

 

Sprint-Planung

Zum Start des Projekts planen die Entwicklungsteams gemeinsam die Details des Sprints. Während der Planung legt das Team fest, was es in dem Sprint liefern kann und wie es dies erreichen will. Die Codecooler*innen führen die Planung durch, erstellen das Sprint Backlog und ernennen am Montag den Scrum Master.

 

Produkt-Backlog / Sprint-Backlog

Ein Product Backlog ist eine Liste von Aufgaben, die sich aus der Projekt-Roadmap und den hochrangigen Geschäftsanforderungen ergeben. Die wichtigsten Aufgaben werden oben im Product Backlog aufgeführt. Bei Codecool fungieren die Mentor*innen als Product Owner, d.h. sie erstellen und pflegen in der Regel das Product Backlog.

Sprint Backlogs listen die Aufgaben auf, die in dem jeweiligen Sprint aus dem Product Backlog zu erledigen sind. Sprint Backlogs werden bei Codecool von den studentischen Scrum-Teams erstellt.

 

Tägliche Standups

Von dienstags bis donnerstags haben die Student*innen ihre Implementierungstage, an denen sie die für den Sprint geplante Entwicklung durchführen können. Jeden Morgen finden unter der Leitung des Scrum Masters tägliche Standups statt, bei denen sie sich über die täglichen Aufgaben abstimmen und alle Hindernisse besprechen, die sie davon abhalten, mit ihren Aufgaben fortzufahren.

 

Sprint-Reviews

Während der Sprint-Reviews haben die Entwicklungsteams die Möglichkeit, das Produkt des Sprints zu überprüfen und die funktionierende Anwendung oder Funktion den Kund*innen vorzuführen.

Freitags sind Demo-Tage bei Codecool und diese Tage bieten die Gelegenheit, die Sprint-Reviews durchzuführen und über die Arbeit zu reflektieren, die während des Sprints geleistet wurde. Die Studierenden präsentieren das Ergebnis des Sprints am Vormittag vor Teamkolleg*innen und echten Kund*innen, bei denen es sich um Gäste von unseren Partnerunternehmen handelt, die sie einstellen.

Der Schwerpunkt bei den Demos liegt immer auf dem Üben von Präsentationsfähigkeiten, dem Geben von detailliertem, konstruktivem Feedback und der Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse.

Retrospektiven

Retrospektive Meetings werden abgehalten, um zu reflektieren, was und wie während des Sprints gelaufen ist. Sie werden vom Scrum Master moderiert und geben den Teams die Möglichkeit, aus den Rückschlägen zu lernen und sich für die Zukunft zu verbessern.

Die Retros bei Codecool finden in der Regel nach den Demos, am Freitagnachmittag, statt.

Suchst du deine nächsten agilen Developer?

Nach einer einjährigen, auf Scrum-Projekte ausgerichteten Lernreise sind unsere Junior-Entwickler*innen in Sachen Scrum-Teamarbeit und -Praktiken auf der Höhe der Zeit. Dank unseres superschnellen Sourcing-Prozesses könnte deine nächsten agilen Nachwuchsentwickler*innen bereits 5 Tage nach deiner Kontaktaufnahme in deinem Team sein.

Wir sind auch für dich da, wenn du daran interessiert bist, deine bestehenden Kolleg*innen in der Scrum-Softwareentwicklung weiterzubilden oder umzuschulen.

Wenn du neue Teams einstellen und sie in der Scrum-Softwareentwicklung schulen möchtest, dann ist eine interne Schulungsakademie von Codecool, die genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist, vielleicht die beste Option für dich.

Aber warum besuchst du nicht erst einmal einen unserer Demo Days an einem Freitag und überzeugst dich selbst von den Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Studierenden? Wir würden uns freuen, dich bei uns begrüßen zu dürfen.

Wenn Interesse oder Fragen aufkommen, kontaktiere uns. Wir freuen uns darauf, mit dir zu sprechen!

Einen Schritt voraus gegen den IT-Fachkräftemangel: der ESSA-Qualifikationsbericht ist da

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Die ESSA (European Software Skills Alliance) untersuchte die fehlenden Fähigkeiten, die erforderlich sind, um bis 2030 etwa 1,6 Millionen offene Stellen im digitalen Bereich in Europa zu besetzen. Codecool hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Auswirkungen des IT-Fachkräftemangels entgegenzuwirken, indem das Tech-Talent-Hub die digitale Bildung so revolutioniert, währenddessen Codecool auch als Mitglied des ESSA-Konsortiums arbeitet.

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Heute sind Developer in Europa die gefragtesten Fachkräfte im Softwaresektor und dieser Trend wird sich noch verstärken. Die Unternehmen von morgen werden aber auch Mitarbeitende brauchen, die ein gutes Verständnis für das Tagesgeschäft haben.

Deshalb müssen Soft Skills und betriebswirtschaftliche Kenntnisse integriert werden – in der Art und Weise, wie wir Menschen für Software-Rollen ausbilden, aber auch in der Art und Weise, wie wir denken und Softwareapplikationen in unseren Organisationen einbetten.

Developer ist der beliebteste Software-Job gegen den IT-Fachkräftemangel

Das Weltwirtschaftsforum listet in seinem Bericht “The Future of Jobs 2020” die 20 wichtigsten Berufe auf, bei denen die Nachfrage in die Höhe schnellen wird. Fast alle Berufe auf dieser Liste haben mit ICT zu tun – Entwickler*innen stehen dabei auf Platz 10. Ein Trend, der durch unsere jüngsten Ergebnisse weitgehend bestätigt wird: 45 % der Unternehmen gehen davon aus, dass sie in den nächsten fünf Jahren zusätzliche Developer benötigen werden.

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2021 ESSA Europe's Most Needed Software Roles and Skills Report zeigt, dass es "Bedarf an zusätzlichen Mitarbeiter*innen pro Rollenprofil" gibt.

Programmieren und professionelle Hard Skills sind sehr gefragt

Der ESSA-Bericht geht noch weiter und ermittelt vorläufig die am stärksten nachgefragten Fähigkeiten von Softwareexpert*innen.
Unnötig zu erwähnen, dass Hard Skills wie Programmieren am meisten gefragt sind, wobei Java, Javascript, SQL, HTML, PHP, C++, C# und Python die am häufigsten benötigten Programmiersprachen sind. Wichtig ist jedoch, dass Softwareexpert*innen über ein solides Verständnis der Programmierprinzipien verfügen, damit sie sich schnell und einfach an neue Sprachen anpassen können.

Es wurde diskutiert, dass auch berufsbezogene Fähigkeiten entwickelt werden sollen.

“Noch wichtiger als die Vermittlung bestimmter IT-Fähigkeiten, wie IT-Frameworks oder Programmiersprachen, ist die Vermittlung von Verständnis für das Geschäft. Nur wenn man in der Lage ist, den Zweck der Softwarelösung, die man erstellt, zu verstehen, kann man ein wertvolles Produkt liefern.”

In diesem Zusammenhang zeigen die Ergebnisse unseres Berichts, dass Fähigkeiten in den Bereichen Security-Management, agiles Projektmanagement und Softwareentwicklungs-Lifecycle-Skills benötigt werden und dass Softwareexpert*innen mit Geschäftsverständnis jene Personen sind, die Unternehmen suchen – jetzt und in Zukunft.

Soft Skills sind der Schlüssel für gut ausgebildete IT-Fachkräfte

Auch hier können wir die Vorhersagen des Weltwirtschaftsforums (2020) nur bestätigen und raten Menschen mit Softwarefunktionen dringend, nicht nur ihre Hard Skills auszubauen, sondern auch in nichttechnische (transversale) Fähigkeiten wie persönliche Soft Skills oder zwischenmenschliche Fähigkeiten zu investieren: kritisches Denken und Analyse, Selbstmanagement, Teamarbeit und Kommunikationsfähigkeit.

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2021 ESSA Report über Europas am meisten benötigte Softwarerollen und -fähigkeiten berichtet über "Soft- und andere Skills für Developer"

Natürlich ist es schwieriger, sich Soft Skills anzueignen, wenn man sich nur auf theoretisches Wissen stützt. Daher ist es wichtig, reale Projekte in die Lern- und Ausbildungspläne aufzunehmen.

Es kommt auf die Feinheiten an

Im Oktober 2021 veröffentlichte die ESSA einen umfassenden Bericht der den aktuellen (und künftigen) Bedarf an Softwarekompetenzen in Europa untersucht. In einem nächsten Schritt werden wir gemeinsam mit den übrigen ESSA-Mitgliedern dazu beitragen, die Schlussfolgerungen des Berichts in einem umfassenden Dokument – der European Software Skills Strategy – zusammenzufassen. Besuche die ESSA-Website, um weitere Einzelheiten über die Initiative zu erfahren.

In der Zwischenzeit arbeiten wir bei Codecool bereits fleißig daran, den zukünftigen Developern eine bessere digitale Bildung in Europa zu ermöglichen. Bereits in 4 europäischen Ländern, Österreich, Ungarn, Polen und Rumänien, bieten wir von Mentor*innen geleitete, projektbasierte Kurse für Entwickler*innen und Kurse für andere digitale Fähigkeiten an. Wir bauen auf unsere Mastery-Based-Lernmethodik und unseren bewährten Lehrplänen und legen einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die Entwicklung von Soft-Skills, sowohl in unseren Kursen als auch in unseren maßgeschneiderten Unternehmenslösungen. Wir machen berufliche Veränderungen erschwinglich und verändern Leben mit einer Jobgarantie, Nachzahlungsoptionen und dem CoderGirl-Stipendium.

Erfahre mehr darüber, wer wir sind und was wir tun und kontaktiere uns, um zu besprechen, wie wir dir helfen können, deine Softwarekompetenzen den Anforderungen anzupassen.

Auf die Codecool-Art: 4 Grundwerte, die wir verfolgen, um Tech-Education zu verändern

Unternehmenswerte sind wichtig: Sie können ein Unternehmen und seine Marke definieren, helfen, die Unternehmensidentität zu kommunizieren und alle an der vereinbarten strategischen Ausrichtung zu halten. Wenn sie gut gemacht werden, wirken sie sich direkt auf die Kernaktivitäten aus und prägen den Arbeitsalltag im Unternehmen.

Wir bei Codecool versuchen seit Jahren, in unserer täglichen Arbeit 4 einfache Werte zu befolgen:

  1. Mut – um neue Sachen zu entdecken und ans Limit zugehen.
  2. Transparenz – Informationen auszutauschen und uns auszudrücken, nicht nur, wenn es angenehm ist.
  3. Qualität – bei allem was wir machen.
  4. Spaß – zu genießen was du machst, damit du immer besser wirst.

Aber Worte sind nur Worte. Sie mögen cool klingen, und wir können mit ihnen eine unsichtbare To-Do-Liste durchgehen, wie es jede ernsthafte Organisation tut, die eine Liste mit Grundwerten haben sollte. Aber wenn keine Aktion dahintersteckt, bedeuten sie nichts.

Das Schwierige an Werten ist also, sie nicht einmal zu definieren – vor allem, dass du sie besser basierend darauf definierst, woran du wirklich glaubst und was du tatsächlich tust. Es ist viel schwieriger, unseren Werten immer treu zu bleiben. Wie man sie in verschiedenen Situationen, bei jedem und zu jeder Zeit anwendet. Auch wenn es schneller, billiger oder einfacher wäre, sie einfach zu ignorieren.

Wir folgen unseren Werten durch interne Prozesse und Zeremonien, untereinander “im Hintergrund”, wie wir miteinander reden und unsere tägliche Arbeit erledigen. Wir folgen ihnen externen , wenn wir uns auf Partys treffen, wie der unsere Geschäftspartner, und diese erleben auch hautnah, wenn sie Codecooler-Absolvent*innen in ihrem Unternehmen willkommen heißen.
Und das liegt daran, dass wir diesen Werten auch während unserer Zusammenarbeit mit Studierenden treu bleiben: in der Art und Weise, wie wir ihnen das Lernen erleichtern und ihnen helfen, ihr Leben in brandneuen Tech-Karrieren neu zu beginnen.

Aber wie genau setzen wir unsere Kernwerte in unserem Training um, damit alle Betroffenen zufrieden sind?

Lasst uns dies vertiefen.

 

1. Mut: Verlasse deine Komfortzone

Mut zu haben, neue Dinge zu erforschen und Konventionen zu brechen, ist sehr attraktiv, aber zu scheitern kann beängstigend sein. Das Angehen neuer Herausforderungen hat also ihren Preis: Wenn wir uns selbst treu bleiben wollen, können wir nicht immer den sicheren Weg gehen.

Du kannst keine Innovationen oder tiefgreifendes Lernen erleben, ohne neue Sachen auszuprobieren. Und das Ausprobieren neuer Dinge bringt natürlich Versagen mit sich. Auf der anderen Seite: Je früher Sie scheitern, desto früher können Sie den Fehler beheben, und das mit den geringstmöglichen Kosten.

Deshalb fördern wir Learning by Doing und das Lernen aus Fehlern. Wir schätzen jeden Fehler gemeinsam. Wir geben immer Feedback und sehen
positive Verstärkungen bei Misserfolgen
, da sie ein wertvoller Teil des Prozesses sind. Zum Beispiel: “Schön, dass Sie diese Option ausprobiert und festgestellt haben, dass sie nicht funktioniert. Was haben Sie daraus gelernt?”

Um Innovation und Lernen durch natürliches Versagen zu erreichen, fokussiere dich mehr auf Prozesse, anstelle des Ergebnisses. Unser Ziel ist es, ein unterstützendes, ausfallsicheres Umfeld zu schaffen, in dem echtes Wachstum möglich ist. Daher konzentrieren wir unser Feedback auf das Verhalten und nicht auf Persönlichkeitsmerkmale.

Zum Beginn, unsere Mentor*innen (wir nennen unsere Trainer*innen ‘Mentor*innen’) kultivieren ein Growth-Mindset. Das bedeutet, dass wir sicherstellen, dass unsere Schüler*innen verstehen und voll und ganz davon überzeugt sind, dass ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten mit einer wachstumsorientierten Denkweise durch Engagement und harte Arbeit entwickelt werden können. Nicht durch Talent, Glück, gute Schulnoten oder das Ergebnis eines IQ-Tests aus dem letzten Jahr. Es hängt davon ab, wie sehr sie glauben, in der Lage zu sein, Programmieren zu erlernen. Diese Sichtweise schafft eine Liebe zum Lernen und eine Belastbarkeit, die für große Leistungen unerlässlich sind. Um dies zu erreichen, formulieren wir “fixe Denkweisen” um. Anstatt zum Beispiel zu sagen “Ich bin nicht gut darin, mathematische Probleme zu lösen”, schlagen wir vor: “Du hast vielleicht noch nicht deinen Weg gefunden, dieses mathematische Problem zu lösen. Aber hast du es versucht … ?”

Das Erlernen neuer Dinge kann auch einschüchternd sein. Wenn wir einmal in einer Wachstumsmentalität angekommen sind, wagen wir es endlich, unsere Komfortzone zu verlassen, um uns zu verändern und zu wachsen. Bei der Definition von Herausforderungen für unsere Schüler*innen konzentrieren wir uns auf die “Lernzone” oder die Zone der proximalen Entwicklung. Die Lernzone liegt zwischen der Komfortzone und der Panikzone – beides ist kein Ort zum Lernen. In der Komfortzone gibt es nichts Neues, aber in der Panikzone viel zu viel. In der Lernzone haben Sie jedoch die richtige Menge an Herausforderungen zu bewältigen. Die Zone der proximalen Entwicklung innerhalb der Lernzone ist der Ort, an dem der Lernende allmählich vom Erlernen der ersten Schritte mit Unterstützung (eines Mentors oder Gleichaltrigen) zum Erlernen weiterer Schritte ohne Hilfe (oder ohne „Gerüst“) übergeht.

Während des Lernprozesses achten wir darauf, immer Schritt für Schritt (manchmal in Babyschritten) vorzugehen. Wir beginnen routinemäßig uns selbst zu hinterfragen, unsere Überzeugungen und Wege. Wir drehen alte Steine um, erfinden das Rad neu, verstehen, wie und warum Dinge funktionieren oder nicht funktionieren, und kommen dann meistens auf „lausige“ neue Ideen – oder manchmal auf wirklich geniale. Und in der Zwischenzeit: Wir analysieren, wir öffnen unseren Geist, verstehen es, Probleme anzugehen, stärken unser Selbstvertrauen und lernen. Wir wachsen – und haben dabei viel Spaß.

Darüber hinaus führen wir regelmäßig Follow-ups und Retrospektiven durch. Unsere Mentor*innen nehmen auch den Mut auf, sich jedem Feedback von unseren Lernenden zu stellen und zuzugeben, wenn etwas schiefgelaufen ist – dann konzentrieren sie sich auf diese Verbesserungsbereiche und wenden sich an das Feedback zu Lernmöglichkeiten.

 

2. Transparenz: Wir teilen und drücken

Transparenz bedeutet für uns mehr als nur Ehrlichkeit. Es bedeutet, immer die Wahrheit zu sagen und so viele Informationen wie möglich zu teilen zum Nutzen aller – auch mit den Lernenden während des Lernprozesses.

Um eine transparente Kommunikation zu unterstützen, schaffen wir zunächst psychologische Sicherheit, eine Atmosphäre, die gegenseitiges Vertrauen und Wachstum fördert. In einem Team mit hoher psychologischer Sicherheit fühlen sich Teamkollegen sicher, Risiken im Umfeld ihrer Teammitglieder einzugehen. Sie sind zuversichtlich, dass niemand im Team jemanden in Verlegenheit bringen oder bestrafen wird, der einen Fehler zugibt, eine Frage stellt oder eine neue Idee anbietet.

Um dies zu erreichen:

  • bemühen Sie sich, unsere eigenen Spannungen zu erkennen und Spannungen bei anderen zu bemerken, die uns davon ablenken, anwesend zu sein oder uns wohl zu fühlen,
  • kommunizieren Spannungen so, dass andere nicht verletzt werden,
  • Geben Sie einen Kontext oder eine umfassendere Perspektive in Bezug auf eine Entscheidung oder ein Verhalten, um die Beteiligung und das Vertrauen weiter zu stärken,
  • organisieren Zeremonien (Teilen/Synchronisieren) außerhalb unserer täglichen Arbeit, um Fragen oder Informationen zu Erlebtem in verschiedenen Situationen transparent darzustellen.

Grundsätzlich gehen wir mit gutem Beispiel voran, indem wir transparent kommunizieren, auch um andere zu ermutigen, auch transparent zu kommunizieren.

Wir können dieses Prinzip in den folgenden Situationen anwenden:

  1. Wir geben Vorabinformationen über die Schulungen, Workshops usw. Wir verstecken keine nützlichen Informationen vor den Lernenden. Wir sagen allen, was wann und wie passieren wird.
  2. Wir klären Regeln, Rollen und Erwartungen. Dann haben wir einen Grund, den Lernenden “nein” zu sagen, wenn sie etwas fragen, das über unsere Zustimmung hinausgeht.
  3. Wir vermeiden bewusst Geheimnisse oder Tabus. Was, wie und warum die Mentorin/Trainerin tut, was sie tut? Es muss für alle klar sein. Zum Beispiel “Warum machen wir diese Übung?” Wir geben den Lernenden einen Kontext – mit einem sorgfältigen Timing der Informationen, damit sie beim Lernen helfen.
  4. Wir machen regelmäßige Mappings. Wir planen unseren Tag, die nächste Stunde, Übung und sogar den gesamten Kurs für alle im Voraus. Die Lernenden müssen immer den Prozess verstehen und wissen, wo sie sich befinden.
  5. Wir drücken unsere Gefühle aus. Wenn unser Mentor irgendwelche Spannungen hat, drückt er diese auch frei aus. Der Mentor ist auch nicht perfekt, er ist ein Mensch mit Gefühlen, Emotionen. Wenn die Lernenden beispielsweise nicht aufpassen, drückt der Mentor ihre Gefühle über die Situation aus und bittet sie dann, mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
 

3. Qualität: Wir investieren zusätzliche Arbeit, um einen echten Mehrwert zu schaffen

Wir verfolgen Qualität und Handwerkskunst bei allem, was wir tun oder von unseren Studenten oder Partnern erwarten.

Zunächst steigern wir die Qualität der Lernergebnisse erheblich, indem wir die Lernzeiteffizienz durch Anleitung, Unterstützung und Motivation durch unsere Pro-Mentoren maximieren. Im Gegensatz zum selbstgesteuerten Lernen ist es bei Kursteilnehmern mit Dozenten viel wahrscheinlicher, dass sie ihr Studium abschließen und am Ende verwertbare, praktische Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die sie später in einer Arbeitsumgebung tatsächlich anwenden können. Sie haben auch viel mehr Spaß.

Eine Möglichkeit, wie Codecool-Mentoren Schüler und Partner einbeziehen, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen, ist die Befähigung. Am Anfang definieren wir gemeinsam Qualität und wie genau wir dorthin gelangen.

Wir befolgen die Grundsätze der Subsidiarität , die Das mag kompliziert klingen, aber es bedeutet nur, dass wir Probleme auf der untersten Ebene angehen, wo Informationen zu ihrer Lösung verfügbar sind. Das heißt, wenn es für die Studierenden aufgrund ihrer bisherigen Projekterfahrung bereits eine Lösung für ein bestimmtes Problem gibt, wird ihr Mentor sie ermutigen, die Lösung selbst zu finden und sie nicht an sie weiterzugeben.

Lösungsfokus ist eine Technik, die wir von übernommen haben Lösungsorientierte Kurztherapie. Es erfordert zukunftsorientiertes Denken und Ressourcenbewusstsein und baut auf dem Gedanken auf, dass “die Lösung sich nicht um das Problem kümmert”. Anstatt das Problem zu analysieren, analysieren wir das bevorzugte Ergebnis zusammen mit den verfügbaren Ressourcen und leiten die möglichen Wege “von oben nach unten” ab, um es vom gewünschten Endergebnis ausgehend rückwärts auszurollen.

Die agile Methodologie ist ein einfaches Toolset, das im Kontext der Softwareentwicklung verwendet werden kann, und wir verwenden es auch ausgiebig. Wir gehen sogar so weit, unsere Lernpläne um agile Zeremonien herum aufzubauen und lassen unsere Studenten ihre Projekte jeden Freitag ab der ersten Woche ihrer Lernreise vor echten “Kunden” demonstrieren, vertreten durch unsere einstellenden Partnerunternehmen.< /p>

Wir glauben auch an effiziente, zielorientierte Besprechungen und Lernsitzungen. Wir respektieren die Zeit des anderen, kommen pünktlich an und halten den Zeitrahmen jederzeit ein – aber das ist nur die eine Seite der Geschichte.

Wir beginnen jedes Meeting mit einer Check-in-Runde, in der wir besprechen, wie sich alle fühlen, damit wir “ankommen”, also äußere Probleme hinter sich lassen können, indem wir sie anerkennen und die Stimmung der Team. Das mag wie ein Overkill oder eine Zeitverschwendung klingen, aber es ist einfach nicht die 10 Minuten wert, die es spart. Die Leute neigen dazu, sich nach dieser kurzen Routine aktiver und effizienter zu konzentrieren und zu beteiligen, und die indirekte Zeitersparnis ist viel mehr als die Zeit, die das Ganze dauert.

Wir machen am Ende auch einen Check-out, um uns mitzuteilen, wie wir uns damals fühlen, und falls es noch etwas zu sagen gibt, um sicherzustellen, dass wir unsere gemeinsame Zeit für das Meeting optimal nutzen.

Abgesehen von diesen allgemeinen Besprechungsroutinen führen wir jeden Morgen mit unseren Schülern auch kurze Anwesenheitstreffen durch. Bei diesem Treffen beantwortet jeder (einschließlich Mentoren) eine einfache, zufällige Frage, die von einem Bot generiert wird (wie zum Beispiel die eine TV-Show, die dich immer zum Lachen bringt, oder wer ist dein Lieblingssuperheld und warum). Wir reagieren nicht auf Antworten, wir teilen nur und hören zu. Ziel ist es, positiv in den Tag zu starten und jeden Tag bewusst die menschliche Komponente in unsere Arbeit und unser Lernen einzubringen, die auch ein wichtiges Werkzeug für den Aufbau einer “Teal Organisation” mit hohen Qualitätsstandards.

Und zu guter Letzt bauen wir auf den 4 Prinzipien des Tuen des Nichts-Tuns, was in unserem Fall im Grunde eine von Mentor*innen verfolgte Coaching-Haltung ist. Die Grundsätze sind die folgenden:

  1. Wir kennen nicht die eine Wahrheit: Die Mentor*in/Trainer*in kennt die Wahrheit nicht, teilt ihr Wissen nur durch ihre Erfahrung. Jeder kann die Gedanken des Mentors oder anderer hinterfragen, offene Fragen stellen und eine konstruktive Debatte beginnen.
  2. Wir urteilen nicht: Wir geben spezifisches Feedback zu Verhaltensweisen und weisen Personen keine Labels zu.
  3. Wir übernehmen keine Verantwortung von anderen, insbesondere nicht von Lernenden: Derjenige, der hart arbeitet, lernt tatsächlich durch Handeln. Wenn der Mentor/Trainer hart arbeitet, bedeutet dies, dass er selbst viel lernt, aber nicht unbedingt die Lernenden. Deshalb kann der Mentor zum Beispiel die Tastatur eines Lernenden in der Regel nicht berühren. Wir sagen auch: Lernende sollten die meiste Zeit damit verbringen, eine Aufgabe zu üben, zu kommunizieren und zu erarbeiten. Die Hauptverantwortung des Mentors/Trainers besteht darin, das Lernen zu erleichtern, aber die Verantwortung liegt beim Schüler – er besitzt sein eigenes Lernen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
  4. Wir geben keine Lösungen: Wir verraten keine Tricks und geben keine endgültigen Antworten. Der Lernprozess ist wichtiger als die endgültige Antwort. Unser Ansatz ist Coaching – wir helfen den Lernenden mit Fragen, Anleitung, Motivation.

Manche Leute interpretieren „Nicht-Tun“ intuitiv als etwas Passives, Entspanntes oder Fauliges. Wenn jedoch keine Maßnahmen erforderlich sind, kann es bereits „übertrieben“ sein, etwas zu tun. Tatsächlich können Maßnahmen manchmal mehr schaden als nützen.

Wenn wir eine Pflanze anbauen und mit gesundem Boden, Sonne und Wasser die richtigen Wachstumsbedingungen geschaffen haben, ist es irgendwann am besten, das Wachstum der Pflanze einfach in Ruhe zu lassen. Mehr Wasser, mehr Sonne, mehr Dünger helfen nicht, tatsächlich kann zu viel davon das Wachstum der Pflanze ersticken. Wir bleiben aufmerksam, verbunden mit den Bedürfnissen der Pflanze, aber vorerst ist Nichtstun genau das Richtige.

Wir tun unser Bestes, um unsere Pflanzen nicht zu töten, sondern sie wachsen zu lassen und ihre höchste Qualität zu erreichen.

 

4. Spaß: Wir sorgen dafür, dass jeder die Fahrt genießt

Die Wahl von Codecool ist eine lebensverändernde Entscheidung sowohl für unsere Tageskursteilnehmer als auch für unsere Kollegen – deshalb haben wir Spaß immer ganz oben auf der Prioritätenliste. Wenn dir etwas Spaß macht, wirst du besser darin. So einfach ist das.

Wir glauben, dass Lernen und Arbeiten Spaß machen, unbeschwert und möglicherweise ein flow auch Erfahrung. Wir nehmen uns auch nicht sehr ernst. Wir achten darauf, so viel wie möglich über uns selbst lachen zu können.

Unsere Studenten lernen Technologien und neue Fähigkeiten durch lebensnahe, aber dennoch spielerische und spaßige Projektaufgaben anstelle von langweiligen, schweren Lehrbüchern und Frontalvorträgen.

Eine unterhaltsame Lernerfahrung führt aufgrund der positiven Assoziation zu einem besseren Endergebnis:

  1. Wir erleben, dass wir alle (einschließlich des Mentors) nur Menschen sind. Wir alle machen Fehler und lachen gemeinsam über uns selbst.
  2. Wir konzentrieren uns auf die Reise, das Experiment, etwas Neues zu lernen. Dieses Abenteuer, die Entdeckung kann sehr angenehm sein, echter Spaß.
  3. Wir teilen interessante kleine Details, Fun Facts, alles rund um das Thema.
  4. Wir führen mehr interaktive, praxisorientierte Sitzungen und weniger Frontalsitzungen und Präsentationen durch. Die Lernenden werden sich am meisten an die “Erfahrung” erinnern: wenn sie sich bewegten, redeten, übten, lachten usw.

Das war’s im Grunde – und natürlich noch viel mehr. Aber alle “geheimen” Zutaten unserer Lernmethode und -routinen aufzulisten ist einfach nicht in einem Artikel möglich.

Wir wissen, dass jedes Unternehmen anders ist und auch Ihre Werte in Ihrem Unternehmen müssen anders sein – nicht besser oder schlechter, nur anders. Ich hoffe, Sie fanden diesen Einblick in die Codecool-Werte und unsere Art und Weise, mit ihnen zu arbeiten, inspirierend und wir haben Sie dazu gebracht, über Ihre nachzudenken.

Welche Kernwerte haben Sie in Ihrem Unternehmen? Was tust du, um ihnen jeden Tag zu folgen?

Halten Sie einmal inne und denken Sie darüber nach und finden Sie kreativere Wege, ihnen treu zu bleiben. Es wird Ihre Zeit wert sein.

Stellst du immer Techniker*innen mit einem Diplom ein? Denke um!

Eine neue Umfrage in Ungarn zeigt ein allgemeines, sowie internationales Problem auf: Ein Universitätsabschluss sei nach wie vor eher Bedingung für das Besetzen von IT-Positionen. Dies verstärke den IT-Fachkräftemangel.

Im Allgemeinen unterstreichen die Ergebnisse der jüngst durchgeführten Marktumfrage in Ungarn über technische Fähigkeiten stark unsere Annahmen zu der wachsenden Talentlücke, welche wir seit Jahren nicht nur in Ungarn, sondern auch in mehreren anderen europäischen Ländern und weltweit beobachten. Während wir erwarten würden, dass die jüngsten Ereignisse, COVID-19 und die immerwährende Konjunkturschwäche, eine  Verlagerung des Personalbestandes in Richtung Technologie treiben würde, trete das Gegenteil ein und die Kluft sei deutlich erkennbar (und in einigen Ländern wie Großbritannien ist dies tatsächlich sehr deutlich sichtbar). Gleichzeitig beschleunigt sich auch die Geschwindigkeit der digitalen Transformation und zeigt ein deutliches Nachfragewachstum, das langfristig einen wachsenden Fachkräftemangel bestätigt.

Angesichts der Umfrage resultierte folgendes: Die Tatsache, dass ein Universitätsabschluss immer noch als Mindestanforderung für 72% der IT-Jobs aufgeführt sei. Und dies ist offensichtlich ein großes Hindernis für die Digitalisierung. Die Zahl steht für den ungarischen Markt, aber wir verstehen, dass dies ein internationales Problem sein könnte. Aufgrund der widersprüchlichen Quote, welche für uns keinen Sinn ergibt, wollen wir die möglichen Hintergründe erörtern.

In Universitätslehrgängen wird oftmals, und vor allem in den anfänglichen Semestern, grundlegendes theoretisches Wissen wie die Funktionsweise von Computern, die geschichtlichen Aspekte oder diverse Konzepte zu Systemen und Programmen vermittelt. Dies sei als Vorbildung vollkommen legitim. Aus unserer Erfahrung mit unseren Partnern und auf dem Markt im Allgemeinen sehen wir jedoch, dass die meisten IT-Jobs dieses Vorwissen als nicht allzu relevant bewerten.

Was sie andererseits benötigen, sind:

  • Praktische Fähigkeiten, die so schnell wie möglich in Projekten umgesetzt werden können,
  • feste Kenntnisse aktueller Programmiersprachen und / oder digitaler Sprachkenntnisse im Einklang mit aktuellen technologischen Trends und Innovationen,
  • Erfahrung mit einer agilen Arbeitsweise – oder zumindest Berufserfahrung,
  • soziale Kompetenzen wie Kommunikation, Teamarbeit, Präsentationsfähigkeiten, Kreativität und
  • ein starker Drang zu arbeiten und wissbegierig zu sein.

Viele Fähigkeiten davon werden in der ansonsten absolut wertvollen Universitätsausbildung nicht so stark geschult.

Ein Universitätsabschluss alleine ist oft kein Garant für qualifizierte und kluge Köpfe oder für die oben angeführten Eigenschaften und dies kann oft enttäuschend sein. Dies folgert oftmals zu:

  1. Komplikationen und das wiederholende Ausschreiben desselben Jobs und somit einem klar längeren Zeitaufwand im Recruitingprozess und in der Unternehmenszielerfüllung der ausgeschriebenen Stelle,
  2. höhere Personalfluktuation (Uni-Absolvent*innen tendieren dazu, mehr nach einem ROI für ihre höhere Investition von Zeit und Geld in Bildung zu suchen, indem sie eine schnelle Karriereentwicklung bevorzugen), und
  3. Rückschritt bei Diversität und einer Kultur der Chancengleichheit – indem indirekt Kandidat*innen aus gut situierten Familien ausgewählt werden, die es sich leisten können, ihr Kind während eines 4- bis 5-jährigen Studiums zu unterstützen.

Warum dann fast routinemäßig nach einem Abschluss fragen? Besonders angesichts des offensichtlichen Mangels an technischen Talenten. Bei einfach zu besetzenden Stellen mit mehrfacher Überbewerbung handelt es sich häufig um eine funktionierende Strategie zur Einstellung von Mitarbeiter*innen. (Das heißt nicht, dass es gut ist, die optimale Person zu finden, aber effektiv, um die Bewerberzahlen zu senken.) Aber warum auch in der IT-Branche, wo ein Abschluss nicht immer gleich Qualität bedeutet und es eine große Talentlücke gibt, von der wir schon seit Jahren hören?

Aus zwei Gründen: Weil wir daran gewöhnt sind, und weil wir nichts Besseres kennen.

Irgendwann haben Unternehmen damit begonnen, einen Universitätsabschluss wie einen Sekundarschulabschluss zu behandeln, um erstmalig die Kandidat*innen zu filtern. Mit der Erwartung, die Disziplin, die Klasse und einige angeblichen sozialen Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeiten, Kreativität und Empathie zu bekommen, da sie annehmen, dass eine Person mit einem Abschluss besser ist, als ohne einen.

Wir sind immer noch daran gewöhnt zu glauben, dass uns ein Abschluss voranbringt, insbesondere, wenn man sich in eine*n Entscheidungsträger*in bei einem Unternehmen hinein versetzt. Wir möchten, dass unsere Kinder im Erwachsenenalter zur Universität gehen, um ihnen den Weg ins Leben zu erleichtern. Und das ist auch in Ordnung so. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir heute nichts tun können, um die Einstellungspraktiken und -strategien zu verbessern.

Unsere Welt hat sich sehr stark verändert, seitdem Universitäten die besten Indikatoren für den zukünftigen Erfolg in der digitalen Branche waren.

  1. Neue Technologien sind schneller als je zuvor aufgetaucht – was den eher nicht flexiblen Lehrplan der Universität weniger relevant gemacht hat und gleichzeitig eine größere Vielfalt an technischen Fähigkeiten in höherer Kapazität nicht nur in den IT-Abteilungen, sondern auch in allen Geschäftsfunktionen erfordert hat.
  2. Diversität wurde zu einer globalen Priorität und Verantwortung jedes Unternehmens, weshalb der Usus von der Grundvoraussetzung eines Studienabschlusses zur Einstellung aus ethischen Gründen eine fragwürdige Entscheidung ist.
  3. Technische Bildung separierte sich aus dem traditionellen Gebiet der Hochschulbildung, mit dem Ziel, eine echte Alternative zu Universitäten mit kurzen, intensiven, praktischen Kursen und aktuellen praktischen Fähigkeiten in gefragten Technologien anzubieten.

Deshalb ist der Grund, dass „wir es nicht anderes kennen“ so einfach zu beheben. Natürlich sollst du zu Recht misstrauisch gegenüber der Vielzahl an Angeboten von superschnellen digitalen Bootcamp-Kursen sein. Aber beachte, dass nicht alle Bootcamps und Programmierschulen gleich sind.

Wenn du einen außeruniversitären Weg einschlagen willst, überprüfe vorher folgende Aspekte:

  • die Länge des Kurses (du kannst Full-Stack-Development einfach nicht in 4 Monaten lernen),
  • eine agile Arbeitsweise in Lernprojekten,
  • die Verwendung von Englisch in der täglichen Kommunikation,
  • die Qualität der spezifischen Projekte, an denen die Absolvent*innen gearbeitet haben müssen, und die Größe des Projektportfolios,
  • das Gewicht und den Umfang zur Entwicklung von sozialen Kompetenzen im Lehrplan, und
  • die Erfolgsbilanz des Kundens, sowie deren Referenzen.

Manchmal ist die Einstellung einer Person mit Studienabschluss immer noch die beste Lösung. Manchmal aber auch nicht.

Wir empfehlen dir, eine bewusste und gut überlegte Entscheidung über deine Bewerbungskriterien zu treffen, damit du die beste Übereinstimmung für die offene Position findest – um somit den Mangel an IT-Expertise in deinem Unternehmen den Kampf anzusagen.

Codecool ist eine führende Programmierschule in Ungarn, sowie in Polen und Rumänien mit über 1000 Absolvent*innen, die in über 200 Unternehmen in ganz Europa arbeiten. Unser Markenzeichen  ist der 12 + 6-monatige Full-Stack-Developer-Kurs. Wir bieten aber auch Weiterbildungs- und Umschulungskurse, sowie Programme für Unternehmensakademien an, die sich vollständig auf Recruiting, Onboarding und kontinuierliche technische Trainings beziehen. Wir sind stolze Mitglieder der European Social Simulation Association (ESSA), die die Entwicklung der digitalen Bildung in Europa fördert.

„Die Zukunft wird digitaler. Die Frage ist: Wer wird sie entwerfen?“

Wir waren letzte Woche auf der Masters of Digital Online-Konferenz, um über den Status und die Zukunft der technischen Ausbildung in Europa zu diskutieren.

Am 3. und 4. Februar hat der virtuelle Summit  „Masters of Digital 2021“ eine erstaunliche Aufstellung digitaler Führungskräfte, Persönlichkeiten und Ideen aus ganz Europa präsentiert. Der Veranstalter war DIGITALEUROPE, der führende Fachverband für die sich digital wandelnde Industrie in Europa. Die Veranstaltung hatte den Untertitel „Digitalität als Treiber für die Erholung Europas“ und hat sich auf die glänzende Zukunft und die ebenso aufregende Gegenwart der europäischen Tech-Szene konzentriert.

Die CMO von Codecool, Anna Ferenczy, wurde am ersten Tag der Veranstaltung ebenfalls zum Hauptbühnenpanel „Digital erleuchtet: Neue Welt, neue Fähigkeiten“ eingeladen. Die digitalen Expert*innen des Panels haben das Thema behandelt, wie die Qualifikationslandschaft in Europa jetzt aussieht und wie es weiter geht.

Spoiler-Alarm: Digitale Weiterbildungen haben nicht nur ein enormes Wachstumspotential, sondern sind auch ein wesentlicher Faktor, um den IT-Fachkräftemangel zu beheben.

Die vier zum Panel eingeladenen Expert*innen haben sowohl die Wirtschaft als auch die Regierung, Pädagog*innen, Unterstützungsgremien, Expert*innen für Früh- und Erwachsenenbildung, sowie internationale und lokale Organisationen vertreten:

  • Una Fitzpartick, Direktorin von Tech Ireland
  • Anna Ferenczy, Chief Marketing Officer bei Codecool
  • Mette Lundberg, Direktorin für Politik und Kommunikation, IT-Branchen, Dänemark
  • Norberto Mateos Carrascal, EMEA Territory Business Consumption Director bei Intel

Die Diskussion hat eine breite Palette von Themen umfasst, darunter:

  • befähigte, technische Karrieren integrativer zu gestalten,
  • Notwendigkeit einer frühzeitigen digitalen Bildung für alle,
  • jüngste generische Änderungen der Karriereaussichten,
  • Auswirkungen von COVID-19 auf die Trends der technischen Bildung,
  • Einblicke in Fernarbeit und Bildung, und
  • Auswirkungen digitaler Innovationen auf die Weltkrise.

Wir haben einige Erkenntnisse aus der Diskussion mitgenommen, die wir besonders inspirierend gefunden haben:

1. „Wir sollten die europäische Tech-Ausbildung nicht als selbstverständlich betrachten.“

Wie Norberto Carrascal von Intel hervorgehoben hat, wenn wir außerhalb Europa schauen, können wir schnell erkennen, wie glücklich wir in Europa sind, weltweit über Technologie- und Bildungssysteme zu verfügen, die einem großen Teil der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Wir müssen jedoch feststellen, dass es zwischen den Regionen immer noch große Unterschiede hinsichtlich des Zugangs zu diesen Systemen gibt, und selbst wenn es einen Zugang gibt, können wir ihn manchmal nicht vollständig nutzen.

Wir müssen die Infrastruktur dort bereitstellen, wo sie fehlt, und Pädagog*innen technisch versierter schulen.

COVID-19 hat uns von einem Tag auf den anderen aufgefordert, sowohl öffentliche als auch private Bildung, für Kinder, sowie Erwachsene ins Internet zu verlagern. Wir konnten bald sehen, wie weit die öffentliche Bildung im Allgemeinen bei der Nutzung digitaler Tools in ganz Europa hinterherhinkt, da oftmals die Infrastruktur, Lehrpläne und Fähigkeiten um ein Vielfaches veraltet sind. Private Bildungseinrichtungen wie Codecool sind hingegen flexibler und konnten den Wechsel schnell und ohne Unterbrechung durchführen.

Mette Lundberg hat betont, dass man bei Kindern in Online-Kursen heute deutlich sehen könne, dass sie passiver, weniger engagiert seien, sowie weniger Energie hätten und nicht aktiv am Unterricht teilnehmen wollten.

Die Diskussionsteilnehmer*innen waren sich einig, dass dies daran liegt, dass auch die Qualität der Online-Bildung verbessert werden müsse. Wir müssen diese aufregender gestalten, damit die Erfahrung der Schüler*innen erheblich verbessert wird.

Zu den Möglichkeiten, dies zu erreichen, gehören das Ausprobieren von Lehrplaninnovationen, die Implementierung von KI und hybride Lernoptionen (wie das Codecool-Modell für unterschiedliche individuelle Coaching-Sitzungen mit größeren Webinaren und kleinen Teamarbeitsaktivitäten).

Anna Ferenczy betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Regierungen und Bildungsinstituten ebenfalls erfolgsbringend sein kann.

2. “Heavy-Tech-Benutzer*innen verfügen nicht unbedingt über technische Fähigkeiten.“

Mette Lundberg hat auf ein grundlegendes Missverständnis in Bezug auf technische Fähigkeiten hingewiesen, nämlich, dass selbst die neuen digitalen Generationen nicht so digital seien, wie wir denken. Sie hat betont, dass die meisten Kinder zwar schon in jungen Jahren zu technischen Superusern werden, aber noch nicht wüssten, wie man Technologie einsetzt, da ein Mangel an grundlegenden Fähigkeiten bestehe. Der dänische Verband der IT-Industrie hat ein digitales Bildungsprogramm an dänischen Grundschulen gestartet, um dies zu ändern. Es hat bereits 15.000 Kinder erreicht.

In einer kurzen Umfrage haben 25% des (offensichtlich eher technikorientierten) Publikums des Panels zugegeben, zwar von ihren Handys abhängig zu sein, aber überhaupt keine technischen Fähigkeiten haben. Zusätzlich, mangelt es den meisten nicht technisch orientierten, aber technisch anspruchsvollen Erwachsenen auch an kreativen digitalen Fähigkeiten.

Ein Mitglied des Publikums hinterfragte, ob es wirklich nützlich sei, technische Fähigkeiten zu vermitteln, wenn sich die Technologie so schnell ändere.

Die Expert*innen waren sich einig, dass bei der Ausbildung der zukünftigen Belegschaft soziale oder Metafähigkeiten wie Computerdenken, Kreativität und effektives Lernen viel wichtiger seien als tatsächliche Programmierkenntnisse. Anna Ferenczy hat betont, dass Arbeitgeber heute eine feste Kombination aus sozialen Kompetenzen und technischen Fähigkeiten schätzten.

3. „Diversität ist nicht nur eine moralische oder ethische Frage. Es geht auch um Gewinn.“

Una Fitzpartick hat über eine hochproduktive Zusammenarbeit mit einer Unternehmensgruppe und der Regierung namens „Connecting Women in Technology“ gesprochen. Dieses Programm ziele ab, Technik-Berufe attraktiver für Frauen zu machen, sowie diese zu ermutigen, damit das fehlende Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern in der digitalen Branche wiederhergestellt wird, sodass Frauen vermehrt MINT-Karrieren (=Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) anstreben.

Sie hat erklärt, dass man technische Karrieren für Frauen attraktiv machen müsse, um eine Wirkung zu erzielen, und dass diese Arbeit in jungen Jahren in den Schulen anfangen und an den Arbeitsplätzen fortgesetzt werden müsse. Um ein frauenfreundlichen Umfeld zu schaffen, sollte eine zugängliche Sprache verwendet werden, sowie Werbemöglichkeiten für Frauen geschaffen werden.

Anna Ferenczy hat darauf hingewiesen, dass Diversität nicht nur eine wichtige moralische und ethische, sondern auch eine finanzielle und produktivitätsbezogene Überlegung sein sollte. Eine kürzlich durchgeführte Studie habe ergeben, dass Unternehmen mit weiblichen Führungskräften sowohl höhere Kursgewinne, als auch ein stärkeres Umsatzwachstum und höhere Gewinne erzielt hätten.

Una Fitzpartick hat hinzugefügt, dass es ein großes Potential und die Notwendigkeit gebe, auch der wachsenden alternden Bevölkerung Europas Zugang zu technischer Bildung zu geben und Arbeitsplätze zu schaffen.

4. „Es geht nicht einmal mehr um die Zukunft. Es geht um das Jetzt.“

Anna Ferenczy hat erwähnt, dass wir uns zwar alle einer wachsenden, globalen IT-Kompetenzlücke bewusst seien, es in Europa aber auch 750.000 Arbeitsplätze gebe, die Unternehmen heute nicht besetzen können.

Wir müssten uns darüber im Klaren sein, dass jeder auf konstantes Lernen während seiner Karriere vorbereitet sein sollte. Wir hätten nicht mehr den Luxus, nur zu Beginn unseres Lebens zu studieren und mit diesem Wissen in den nächsten 40 Jahren zu arbeiten. Aufgrund ständiger und sich beschleunigender Innovation, ändern sich auch Jobpositionen konstant, sodass auch Arbeitnehmer*innen sich regelmäßig weiterbilden, verändern und wachsen müssen. Auf dies müsse sich jede*r in naher Zukunft vorbereiten.

Die 45-minütige Podiumsdiskussion konnte nur an der Oberfläche einiger Schlüsselideen und -konzepte kratzen, die die Zukunft und Gegenwart der digitalen Bildung in Europa prägen.

Der Veranstalter DIGITALEUROPE hat zusammen mit BBC StoryWorks Commercial Productions eine wegweisende Filmserie mit dem Titel „Digitally Enlightened erstellt, um den Austausch großartiger Ideen und Erfolgsgeschichten in ganz Europa zu unterstützen. In der Serie wird untersucht, wie eine gemeinsame Vision dazu beitragen kann, dass digitale Innovationen zum Nutzen von Verbraucher*innen und Unternehmen wachsen und gedeihen. In dieser Serie wird in einer Episode vorgestellt, wie Codecool gleichzeitig auf innovative Weise den IT-Fachkräftemangel beheben will und das Leben der Menschen verändert, die sich weiterentwickeln und –bilden wollen, um ihre technische Karriere zu beginnen.

Fotos: DIGITALEUROPE